Fußreflexzonentherapie (FRZT)


"Hominis imago in pedibus" 
Lateinisch: das Abbild des Menschen in den Füßen 
 

Die Fußreflexzonentherapie ist eine sehr beliebte Massagetechnik, bei der durch die Behandlung der Füße der gesamte Körper beeinflusst werden soll.

 

Philosophie/ Entstehungsgeschichte

Im Jahr 1913 begründete der amerikanische Arzt Dr. William Fitzgerald die Fußreflexzonenmassage. Er baute seine Arbeit auf alten Quellen auf, die zum Einen aus Mittel- und Nordamerika stammen, wo kranke Ureinwohner an den Füßen behandelt wurden, und zum Anderen aus östlichen Ländern, in denen die Behandlung der Füße als Volksmedizin bis heute erfolgreich praktiziert wird.

Er teilte den menschlichen Körper in zehn Längszonen und drei waagerechte Zonen ein, die proportional auf die Fußsohle übertragen wurden. Dr. Fitzgerald ging davon aus, dass jede Zone auf der Fußsohle mit einem Organ in Verbindung steht ("Reflexzone"). Wenn ein Organ erkrankt ist, soll der Druck auf die entsprechende Reflexzone am Fuß einen Schmerz auslösen. Durch die Fußreflexzonenmassage werden die Organe besser durchblutet, die gestaute oder blockierte Lebensenergie beginnt wieder zu fließen. Außerdem soll die Massage die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützen.

Als junge Masseurin hörte Frau Hanne Marquardt erstmals 1958 etwas über die Reflexzonen der Füße. Ihre erste Ablehnung aus rationalen Gründen mischte sich mit therapeutischer Neugierde. Fortan untersuchte die alle erreichbaren Füße von Patienten, Freunden und Bekannten – massierte, verglich und beobachtete die Reaktionen. Ihre anfängliche Skepsis und die Absicht die Wirksamkeit dieser Theorie zu widerlegen verwandelte sich bereits nach einigen Wochen in schiere Begeisterung. Seit 1967 werden ihre Erfahrungen in praktischen Kursen an Interessierte aus medizinisch-therapeutischen Berufen weiter vermittelt. Zunächst entstanden in Deutschland Lehrstätten, im Laufe der Jahre auch im Ausland.

Anwendungsbeispiele

  • Rheumatische Erkrankungen (Gelenkschmerzen)

  • Kreislaufprobleme

  • Verdauungsstörungen

  • Menstruationsschmerzen

  • Kopfschmerzen und Migräne

  • Verspannungszustand

  • Heuschnupfen

  • Erkältungen

  • Blasenentzündung

  • Akuten und chronischen Beschwerden am Bewegungsapparat

  • Akuten und chronischen Belastungen und Erkrankungen im Urogenitaltrakt

  • Funktionsstörungen im Atmungs- und Herzbereich

  • Beschwerden im Verdauungssystem

  • Kopfbelastungen verschiedenster Genese, auch zur Unfallnachbehandlung

Nebenwirkungen / Vorsichtsmaßnahmen

Zu Beginn der Behandlung können in manchen Fällen unangenehme Reaktionen auftreten. Diese Zustände sind aber im Grunde positiv zu werten, denn sie gehören zum Heilungsprozess und verschwinden meistens nach kurzer Zeit wieder.

Zu den häufigsten Reaktionen gehören

  • Erstverschlimmerung der Beschwerden

  • Schlafstörungen oder Nervosität

  • Reaktionen der Ausscheidungsorgane (Durchfall oder Harndrang)

In der Regel sind bei der Fußreflexzonentherapie keine Nebenwirkungen zu erwarten.

Massagen sind nicht anzuwenden bei

  • bei akuten Entzündungen im Venen- und Lymphsystem

  • bei akuten Infektionen oder hohem Fieber

  • bei Erkrankungen, die sich durch eine Operation besser behandeln lassen (z. B. Gallensteine oder chronisch entzündete Mandeln)

  • bei rheumatischen Erkrankungen der Füße

  • bei schweren Durchblutungsstörungen der Füße mit offenen Wunden oder Absterben von Gewebe

  • bei starken Schmerzen an den Füßen infolge von Verletzungen

  • Psychosen (Ausnahme: die Kranken werden ärztlich gezielt betreut)

  • Risikoschwangerschaft